
Gerhard und ich (Richard) brachen am Sonntag nach Kürnberg in NÖ auf. Dieses Rennen war heuer
das erste Mal bei der TopSix Serie dabei und auch für uns beide war dieses Rennen ein Premiere,
die wir nicht bereuen sollten.
Bereits bei der Anfahrt sorgte die abwechslungsreiche Gegend für Wohlbefinden. Die Betreuer waren durchwegs sympathisch!
Das Rennen war sehr gut organisiert. Die Strecke beeindruckte mit sehr knackigen, wiederkehrenden, kurzen, steilen Anstiegen,
Wiesenabfahrten, schönen und zahlreichen Trails.
Wir gingen auf der Strecke "Extrem" an den Start, 64km, 2700hm.
Rennbericht Richard:
Traumhaftes Wetter, zum Glück mal kein Regen und der Kopf war frei.
Alle Voraussetzungen für ein lässiges Rennen waren gegeben. Die feinen Betreuerinnen hebten nochmals
die Stimmung. Beim Start ließ ich mich nicht zu sehr hetzen, für meine Verhältnisse aber trotzdem ein
flottes Tempo. Schon bei der ersten Abfahrt auf Schotter merkte ich, dass es ein guter Tag werden wird.
Ich konnte es endlich wieder krachen lassen ohne ständig Angst haben zu müssen, dass ich stürze. Ich musste während
des Rennens etwas schmunzeln ... "Lechner Karl" meinte, ich solle ihn heute nicht zu sehr abhängen. Zu Beginn
des Rennens aber hängte ich mich an sein Hinterrad und hatte zuerst Mühe, überhaupt sein Tempo folgen zu können.
Nach erst 25km von 64 kam ich ins Grübeln, ob das Tempo nicht doch zu hoch gewählt war, obwohl die Beine noch super waren.
Ich riskierte einfach und kam immer besser in Fahrt. In den Auf- u. Abwärtspassagen konnte ich ordentlich Druck machen.
Wasserbecher den Rücken runter geschüttet sorgten immer wieder für die nötige Abkühlung und Motivation.
Der steilste Anstieg an dem Tag, gerade noch mit dem Bike fahrbar, ein Forsttrail, paradoxerweise auch eine
Möglichkeit für mich, Kraft zu sparen. Ein Platzsprecher kommentierte das Geschehen und die Zuschauer am Rande sorgten
für die nötige Unterstützung. Ich wusste, ich könnte das Stück fahren, trotzdem schulterte ich sofort mein Bike und lief
diesen Trail hinauf. Ein Zuschauer rief mir zu "mit Abstand der schnellste heut hier rauf". Der Platzsprecher meinte "schaut
euch den jungen Steirer an, wie der da hochhetzt". Am liebsten wär ich zum Sprecher gangen und hätt gsagt ... "nix Steirer,
Tiroler!!! ;-)"
Ich holte nach und nach Fahrer ein, auf- und auch abwärts konnte mich keiner mehr einholen. Die letzten 300hm vor dem Ziel
hätten mir fast den Rest gegeben. Wiedereinmal sehr steil und keine Kraftreserven mehr. Der rechte Oberschnekel fing schon
ansatzweise an zu krampfen. Mit letzter Kraft rettete ich mich noch ins Ziel ohne entsprechend langsamer zu werden.
Ich bin zwar nur 5. in meiner Alterklasse geworden, trotzdem bin ich sehr stolz auf meine Leistung an diesem Tage, weil ich
alles gegeben habe und das Rennen für mich richtig gut lief.
Rennbericht Gerhard:
Die Freude auf das Rennen bei Schönwetter war groß, beim Aufwärmen musste ich leider feststellen, dass sich meine Füße recht schwer
anfühlten und nicht wie gewünscht drehten. Ich verzichtete dadurch bei der Startaufstellung auf den ersten Startblock, in dem ich
durch meine niedrige Nummer reindürfte. Die schnellen Schotterabfahrten setzten mir sehr zu und ich war sehr froh diese ohne Sturz
überlebt zu haben, wurde dabei immer wieder überholt. Bei der Hälfte des Rennens hatten sich meine Füße endlich eingewöhnt und
ich konnte ordentlich hinlangen und Platz für Platz aufholen! Es machte richtig Spaß und schließlich sehr zufrieden mit dem 24. Gesamtplatz.
| Name | Strecke | Klasse | Klassenrang | Gesamtrang | Zeit |
|---|---|---|---|---|---|
| Aßmair Richard | Extrem | M30 | 5. | 14. | 3h 37min |
| Perhofer Gerhard | Extrem | M | 3. | 24. | 3h 57min |
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